Amber Jam

Amber Jam endlich bei uns

Endlich sind alle exklusiven Arbeiten von Amber Jam bei uns im Künstler Café eingetroffen. Gestern habe ich die letzten Arbeiten gehängt und den Katalog erstellt und heute können ihre Werke bei uns bestaunt und erworben werden.

Hier gehts zum Katalog. 

Im beigefügten Katalog könnt Ihr mehr über Amber Jam und ihren Bold Mold erfahren. Und wer Amber Jam persönlich kennenlernen möchte dem sei hier schon mal gesagt, dass sie uns im August besuchen wird.


Über Amber Jam

Flechten, Schimmel und dergleichen machen zu- weilen uns Angst oder lösen Ekel aus, wenn sie im Zusammenhang mit dem menschlichen Körper stehen, auf Steinen stören sie weniger– Moose und Algen fin- den viele schön. Diese Urgewächse, evolutions- biologisch älter sind als Bäume und Blumen ha- ben für Amber Jam et- was Magisches an sich. Schimmelpilze können Infektionen auslösen und sollen auch mit Krebs in Zusammenhang stehen. Viele Menschen in Amber Jams Umgebung sind an verschiede- nen Krankheiten gestor- ben; dies zu verarbeiten und ihren Frieden hier- mit zu schließen, wün- scht sie sich sehr.

Auf der anderen Seite sind manche Pilze leb- ensnotwendig, wie etwa im Darm, wo sie in einer ausgewogenen Umge- bung unschädlich sind. Durch die Verwendungvon Pflanzenschutzmitteln und Antibiotika wird diese Gleichgewicht zerstört. Das zarte und zerbrechliche Netz, das Pilze bilden, überträgt Informationen und funktioniert möglicherwei- se ähnlich den Neuronen im Gehirn. Hilft es deshalb zuweilen, eine Gürtelrose zu besprechen?

 

Amber Jam gefällt die Möglichkeit, Dinge, die nicht in Worte zu fas- sen sind, sichtbar zu machen. Die Stadt als Lebensraum verursachthäufig das Phänomen der Reizüberflutung unddaraus resultierender nervlicher Überreizung.Um dem zu entfliehen,haben viele Erwachsene begonnen, Zentangle zu betreiben, andere verbringen ihren Fei- erabend wieder damit, vorgefertigte Bilder auszumalen. Amber Jam sucht in ihren künstler- ischen Prozessen auch nach der Möglichkeit des Rückzugs – zeichnet ihren BOLD MOLD groß und bildfüllend, sie be- ginnt in der Mitte, reflexiv, mandalaartig, essoll „Zentangle auf Acid“ sein und in der Kopie auch ausgemalt werden dürfen.

Über ein Jahr zeichnete Amber Jam an ihrem BOLDMOLD–MARSedi- tion, den Schimmel des Marsjahres 2016. Alles, was in diesem Jahr mit ihr und mit der Welt passierte, wurde sinn-bildlich eingeflochtenund verwebt. So war es der Versuch, Gutes, wie Schlechtes mit einander

zu verweben, Verbindungen zu schaffen zwischen Helligkeit und Dunkelheit, zwischen Gegenwart und Erinnerung. Amber Jam hat hierbei nicht nur Muster verwendet, die als Code für Emotionen gelten können, sondern auchfigürliche Elemente; hierund da entdecken wir wilde und zahme Tiere, Häuser, Zauberbäume und Ruinen. Über alldemfließtderAtem,deraus Drachenmündern strömt, um zu verbren- nen oder zu heilen, das bleibt unklar. Sie stehen repräsentativ für die Natur, die sich, umzingelt von der Zivilisation, aufbäumt und – auch in denMenschen – für Konfliktesorgt.

Das Künstliche, so auch die Kunst, wird immer wieder hinterfragt, umgewälzt, durchdrungen.


Wie ich Amber Jam kennenlernte

Ich habe Amber Jam bei Vorbereitungen zu einer Vernisage in Hamburg kennengelernt und war sofort von Ihrer Arbeit und Ihrer Person beeindruckt. Bold Mold hat mich einfach umgehauen. Ohne Lupe oder Sehhilfe entstehen Punkt um Punkt und Strich an Strich Szenarien, Landschaften, Emotionen und Geschichten, die diese und andere Wel- ten mühelos miteinander verbinden. Ich fragte Amber, ob Sie sich vorstellen könne für uns zehn Arbeiten anzufertigen; und schon waren wir mitten im kreativen Prozess angekommen. Ich bat Sie sich mit tieferen mentalen Prozessen auseinanderzusetzen, statt mit den Main- streamthemen wie bsp. Sylt, Urlaub , Freizeit usw. Den Grund sah ich einfach darin begründet, dass Amber Jam mehr kann als Mainstream zu sein.

Amber Jam ist in meinen Augen, das was wir erleben könnten,wenn wir die Oberfläche unserer Existenz verlassen wollten.